65 Problematisch seit KiBiz ist die verringerte Verfügungszeit der Erzieherinnen. Diese Lücke lässt sich durch den Einsatz einer Zusatzkraft für den Prozess der Gemeinsamen Erziehung teilweise schließen. Ein angemessener Personalschlüssel ist absolut erforderlich, um integrative Arbeit in der Ev. Tageseinrichtung für Kinder leisten zu können. 2. Ziele Die Tageseinrichtung für Kinder setzt auf eine vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung und nicht auf eine aussondernde Pädagogik. Sie orientiert sich am evangelischen Profil und öffnet sich interkulturell und interreligiös. Ihr gesamtes Umfeld ist darauf ausgerichtet, dass sich jedes Kind entsprechend seinen individuellen Möglichkeiten entwickeln kann. Die evangelische Tageseinrichtung für Kinder ist ein Ort der Bildung und Förderung für alle Kinder, ihre Angebote orientieren sich an den unterschiedlichen Bedarfslagen der Kinder und ihrer Familien. Die Kinder lernen miteinander und voneinander für ihr jetziges und zukünftiges Leben. Das Gebäude und das Gelände der Tageseinrichtung für Kinder sind frei von Barrieren und behindertengerecht gestaltet. Die Bildungsangebote der Tageseinrichtung für Kinder regen die Experimentierfreude und Neugierde der Kinder an. 3. Qualitätskriterien- Kategorien der Inklusion Unsere evangelische Kindertageseinrichtung nimmt Kinder mit und ohne Beeinträchtigung /Behinderung, sowohl deutsche als auch Kinder anderer Nationalitäten im Alter von 2 Jahren bis zum Schuleintritt auf. Bei Aufnahme eines Kindes mit zusätzlichem Förderbedarf stellen wir einen Antrag auf Gewährung einer Zuwendung (zusätzliches Personal/Integrationskraft) über das örtliche Jugendamt beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Je nach Antrag (Anamnese, Diagnose, Einschätzung des aktuellen Entwicklungsstandes des Kindes) und den individuellen Voraussetzungen der einzustellenden Kollegin werden bestimmte Stundenkontingente bewilligt. Diese variieren und werden bei Bewilligung des Förderantrages prozentual berechnet. Die zusätzlich bewilligte Kollegin (Inklusionskraft= I-Kraft) wird in der Gruppe /gruppenübergreifend, in der das Integrationskind betreut wird eingesetzt (über den Dienstplan geregelt). Gemeinsame Erziehung bedeutet für uns in erster Linie soziale Integration. Die Kinder mit Beeinträchtigung sollen samt ihren Familien an den vielfältigen Angeboten der Tageseinrichtung teilnehmen können. Teilweise benötigen die Kinder ständige Begleitung und Unterstützung durch eine Erzieherin, um die komplexen Abläufe des Kindergartenalltags (Frühstück, Freispiel drinnen + draußen, Toilettengang, an-und umziehen uvm.) zu bewältigen. Kleingruppenangebote werden, wenn nötig so geplant (verändert und elementarisiert), dass jedes Kind daran teilhaben kann. Der individuelle Förder-und Teilhabeplan beschreibt welcher Förderbedarf und welche Ziele bestehen und wie dieser umgesetzt werden soll. Zuständig für die
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