14 Berücksichtigt wird dabei der jeweilige Entwicklungsstand des Kindes, seine emotionalen (Gefühl), kognitiven (Wissen), sozialen wie motorischen (Bewegung) Fähigkeiten und Bedürfnisse (siehe auch psychomotorische Entwicklung, S.9 und K2.5.1 Bildungsangebot Psychomotorik). Das ist die pädagogische Leitlinie der Kindertageseinrichtung. Seine thematische Leitlinie orientiert sich an den Jahreszeiten, am Kirchenjahr, den kirchlichen Festen, besonderen Terminen, Veranstaltungen, situationsbezogenen Themen und Projekten. Den Erzieherinnen ist es wichtig, die Kinder - wiederum mit Blick auf deren Entwicklungsstand - ganzheitlich zu erziehen, zu betreuen, zu fördern. Den Kindern soll geholfen werden, eine eigene Persönlichkeit (Identität) auf- und auszubauen, ihr Selbstwertgefühl zu stabilisieren, sie in ihren Stärken zu unterstützen - ihnen also einen eigenen Entwicklungsraum zuzugestehen, in dem sie selbstständig und eigenverantwortlich handeln. Die Erzieherinnen verstehen das Kind als Akteur seiner Entwicklung, als einen Akteur, dem mit entsprechendem Ernst begegnet werden muss. Deshalb räumen sie dem Spiel, der Bewegung und der Erweiterung von Handlungsmöglichkeiten in der pädagogischen Arbeit einen hohen Stellenwert ein und kommen den Bedürfnissen und Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten der Kinder im Rahmen ihrer Gesamtentwicklung entgegen. Erzieher, sei Du eine Farbe der Kinderwelt. J. Korczak 4.4 Motorische Förderung Das Bildungsangebot Psychomotorik unserer evangelischen Tageseinrichtung für Kinder orientiert sich am Bildungsbereich Bewegung. Der Begriff Psychomotorik weist auf einen Zusammenhang zwischen Psyche und Motorik/Bewegung hin. Es besteht also ein enger Zusammenhang zwischen psychischem Wohlbefinden und motorischer Entwicklung. Diese beiden Faktoren sind voneinander abhängig. Jeder Bewegungsablauf beinhaltet Psychomotorik. Die Psychomotorik verfolgt ein einfaches und unkompliziertes Ziel, im Blick auf eine natürliche, aus dem Kind kommende Entwicklung. Das Kind braucht zur Entfaltung eine entspannte Atmosphäre, Spielraum, gleichaltrige Kinder, Anreize und Material. Das kleine Kind lernt grundsätzlich über Bewegungserfahrungen seine Umwelt und die Dinge, die es umgeben kennen. Es probiert aus, wiederholt, verändert und
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